Veranstaltung

  • 14. Juni 2017 | 18.00 Uhr
  • Ein Künstlerviertel für Germania
  • Vortrag mit Dr. Dorothea Schöne im Haus der Wannseekonferenz
  • 1939-1942 wurde in Dahlem das Staatsatelier für den Bildhauer Arno Breker errichtet. Als Teil einer größeren Anlage von Künstlerateliers gedacht, blieb es kriegsbedingt das einzig realisierte Bauvorhaben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zogen für kurze Zeit sowjetische Besatzungstruppen in das Gebäude, bevor es im Sommer 1945 im Zuge der Sektorenaufteilung der Stadt für ein Jahr lang von der amerikanischen Militärverwaltung genutzt wurde. Im Sommer 1946 übergaben diese das Haus an das Land Berlin, das bis zum heutigen Tag Eigentümer des Gebäudes ist. Im Laufe der Jahrzehnte ist das Haus Spiegelbild der bewegten Geschichte der Stadt geworden. Zugleich haben hier Künstler und Künstlerinnen als Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Berliner Senats temporär ihre Wirkstätten bezogen.

    Dr. Dorothea Schöne, die künstlerische Leiterin des Kunsthaus Dahlem, rekapituliert die Geschichte des Staatsateliers von Arno Breker von der Erbauung über die Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. Anschließend laden wir zu einem Umtrunk auf der Bibliotheksterrasse ein.

    Veranstaltungsort:
    Haus der Wannseekonferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin
    http://www.ghwk.de

    Diese Veranstaltung findet im Rahmen der derzeitigen Sonderausstellung „Ausgeblendet – der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin“ anlässlich des 25. Jahrestages der Eröffnung der Gedenk-und Bildungsstätte in Kooperation mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. statt.

Modell des Staatsateliers Arno Breker von Hans Freese, 1940

Lageplan (nachgezeichnte) des Staatsateliers und des Areal Kronprinzenallee, Käuzchensteig und Fohlenweg