• January 12th, 2023 until April 2023
  • The Artist’s Space
  • Situating the Studio Today - Lecture and Discussion Series
  • November 2022-April 2023

    Kunsthaus Dahlem in Kooperation mit dem ICI Berlin

    »Buchholz war ein ständiger Avantgardist seinem Wesen nach, der eben nicht, wie viele seiner Kollegen die Umweltentwicklungen in seiner künstlerischen Konzeption außer Acht ließ, sondern, wie er es selbst früh formulierte: ›Hier gibt es keine Trennung zwischen Mensch und Werk, hier ist Synthese, aus der ich komme und die ich bin.‹« Mit diesen Worten würdigte Wolf Vostell 1972 den Künstler Erich Buchholz in einem Nachruf. Das von Vostell betonte Streben nach einer Synthese von Leben und Werk kulminierte in dem legendären Atelier, welches sich Buchholz 1922 in seiner Berliner Wohnung am Herkulesufer einrichtete und das sich in kurzer Zeit zum wichtigen Treffpunkt der internationalen Kunstszene entwickelte. Anlässlich der Retrospektive Erich Buchholz – Die Kunstgeschichte ist eine einzige Fälschung wird dieses Atelier im Kunsthaus Dahlem im Maßstab 1:1 nachgebildet. Es geht damit eine spannungsreiche Verbindung mit dem Ausstellungsort ein: 1939-1942 wurde das heutige Kunsthaus Dahlem als Atelier für den Bildhauer Arno Breker errichtet – einen der meistbeauftragten und höchstbezahlten Künstler des NS-Regimes. Brekers Atelier war Inszenierungsort von NS-Ideologie und Propaganda, Buchholz diente sein Atelier nicht nur als Ort des kreativen Schaffens; es war gelebtes und belebtes Kunstwerk, das im Austausch mit anderen Künstler*innen seine eigentliche Bestimmung erfuhr.

    Anlässlich der Ausstellung Erich Buchholz – Die Kunstgeschichte ist eine einzige Fälschung organisiert das Kunsthaus Dahlem in Kooperation mit dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry eine Vortrags- und Diskussionsreihe, die aus verschiedenen Perspektiven der Frage nach dem Künstler*innen-Atelier im 21. Jahrhundert nachgeht. Welche Bedeutung kommt dem Atelier historisch zu und welche hat es heute? Wie verhält es sich mit Fragestellungen, die seit der Post-Studio-Debatte der 1970er Jahre an die künstlerische Praxis aber auch an die Kunstgeschichte als Disziplin herangetragen wurden? Haben sich daraus veränderte Rahmenbedingungen ergeben? Diesen und vielen weiteren Aspekten widmen sich die gemeinsam ausgerichteten Abende.

    Programm

    26.-27. November 2022
    Olaf Nicolai mit Studierenden im KHD

    12. Januar 2023
    Başak Şenova mit einer Gruppe von Grafikdesigner*innen im KHD

    18. Januar 2023
    Details werden noch bekanntgegeben im ICI Berlin, auf Englisch

    5. Februar 2023
    Ursula Frohne, Regine Ehleiter und Nora al-Badri im KHD

    15. Februar 2023
    Details werden noch bekanntgegeben im ICI Berlin, auf Englisch

    5. März 2023
    Szymon Kubiak mit seiner Fachklasse für Innen-Architektur (Akademie der Künste Stettin), im KHD

    17. März 2023
    Cord Riechelmann im KHD

    23. März 2023
    Michael Glasmeier im Gespräch mit Sandra Boerschenstein im KHD

    2. April 2023
    Tanzperformance von Ali Hasan und Medhat Aldaabal im KHD

    Organisiert von

    Dorothea Schöne
    Claudia Peppel
    Jakob Schillinger

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