Veranstaltung

  • 16. Januar 2022
  • ACTIVATION I
  • Künstlerische und diskursive Beiträge zu den Ausstellungen Whose Expression? im Brücke-Museum und Transition Exhibition im Kunsthaus Dahlem.
  • 11:00–12:00 Uhr
    Kuratorinnen-Rundgang Transition Exhibition [Englisch] mit Paz Guevara (Kuratorin, Berlin) 

    In diesem Rundgang empfängt Sie Paz Guevara, Kuratorin der Ausstellung Transition Exhibition, die persönliche Schwerpunkte setzen und ihre Perspektive auf die Präsentation geben wird.

    Das Brücke-Museum beherbergt den Nachlass des Künstlers Karl Schmidt-Rottluff. Hierzu zählen mehr als hundert Kunstwerke aus über 20 Regionen der Welt, unter anderem Papua-Neuguinea, Kamerun, Kongo und Mexiko.

    Die Ausstellung Transition Exhibition im benachbarten Kunsthaus Dahlem kontextualisiert diesen Teil der Sammlung Schmidt-Rottluffs erstmals aus einer kritischen Perspektive. Es handelt sich sowohl um eine Sammlungspräsentation, als auch um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Format der Ausstellung von Sammlungen aus kolonialen Kontexten. Die Kuratorin Paz Guevara hat zeitgenössische Künstler*innen eingeladen, sich mit den Werken und ihrer kolonialen Geschichte auseinanderzusetzen. Ihre künstlerischen Interventionen bieten Anknüpfungspunkte für neue Narrationen und versuchen koloniale Kontinuitäten in der Sammlungspräsentation zu problematisieren und zu verlernen.

    Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

    12.00–14:00 Uhr
    Pathways
    Sound walk with Nnenna Onuoha outdoors through Dahlem [Englisch]

    Die Künstlerin Nnenna Onuoha untersucht in ihrem Werk Pathways (2021) die Straßennamen rund um das Brücke-Museum in Dahlem auf ihren kolonialen Kontext. Dabei knüpft sie an ihre eigene Erfahrung mit Kartografie und der Praxis des Geschichtenerzählens in ihrer Heimatstadt Accra, Ghana an. Mit ihrem Sound-Spaziergang verbindet die Künstlerin historische Aufnahmen mit aktuellen Aufzeichnungen dieser Räume und verlegt damit die politische Dimension der Ausstellung auf die Straße.

    Nnenna Onuoha ist eine ghanaisch-nigerianische Wissenschaftlerin, Filmemacherin und Künstlerin, die derzeit in Berlin lebt und arbeitet. In ihren schriftlichen und audiovisuellen Arbeiten stellt sie afrodiasporische Stimmen in den Mittelpunkt, um die Stille rund um die Geschichte und das Nachleben des Kolonialismus in Westafrika, Europa und den USA zu erforschen. Dabei stellt sie die Frage, wie wir uns erinnern, welche Vergangenheiten wir thematisieren und warum.  Ein zweiter Teil ihrer Arbeit konzentriert sich auf die Archivierung von Erfahrungen Schwarzer Menschen heute. Nnenna Onuoha ist derzeit Doktorandin in Medienanthropologie an der Harvard University und Global History an der Universität Potsdam.

    Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

    15:00 – 18:00 Uhr
    Librería de Tuapurie. El Rincón de las Semillas [Library of Tuapurie. Where the seeds come from]

    Künstlerische Lesung mit Gabriel Rossell Santillán

    Basierend auf der zwanzigjährigen Zusammenarbeit Gabriel Rossell Santilláns mit der Wirrarika-Community im Norden Mexikos und der Erforschung von 600 Werken der Wirrarika, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das Ethnologische Museum in Berlin verschleppt wurden, hinterfragt seine Performance Libreria de Tuapurie kolonial-geprägte Bibliotheksmodelle.
    Die Lesung beginnt mit der Geschichte seines Buches Ofrendas [Opfergaben]. Dieses wurde von den Ältesten der Community beim Künstler in Auftrag gegeben. Es wird nur von der Community selbst geöffnet – im Rahmen von Zeremonien
    und kann sonst nicht aufgeschlagen werden.

    Die Veranstaltung findet in der Ausstellung Transition Exhibition im Kunsthaus Dahlem statt und bedarf keiner vorherigen Anmeldung.

    Es kann zu Wartezeiten am Eingang kommen.

    Bitte beachten Sie die aktuellen Besuchsregelungen für unser Haus und informieren Sie sich über mögliche Änderungen bezüglich der Coronamaßnahmen auf unserer Website!