Veranstaltung

  • 20. November 2019 | 19:00 Uhr
  • »Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus«
  • Lesung mit Maria Hartmann zu Jussuf Abbo
  • Mit Gedichten und Texten von Else Lasker-Schüler, Moyshe Kulbak, Khalil Gibran, Robert Walser, Kurt Schwitters und anderen begibt sich die Schauspielerin Maria Hartmann auf Spurensuche nach dem Bildhauer Jussuf Abbo und seiner Zeit.

    Es reizte sie, ein Konzept für eine Lesung zu entwickeln, deren »Hauptdarsteller« kaum eine literarische Zeile geschrieben hat. Ins Auge fiel ihr der »biografische Dreiklang« in Abbos Leben: Geboren und aufgewachsen im Osmanischen Reich, lebte er in den 1910er und 1920er Jahren in der quirligen Metropole Berlin. Er bewegte sich in den Künstler*innen- und Intellektuellenkreisen der Stadt und war unter anderem mit der Dichterin Else Lasker-Schüler befreundet. Mit Machtergreifung der Nationalsozialisten war Abbo zu Emigration nach England gezwungen, wo er 1953 starb.

    Die Zuhörer*innen erwartet eine Entdeckungsreise, welche die bekannte Schauspielerin beim Aufspüren von Zusammenhängen zwischen Literatur und Skulptur begeisterte. Zu Gehör kommen biografische Fäden, die von Widerspruch und Entwicklung erzählen.

    Eintritt: 8 Euro
    inklusive Museumseintritt, einer Führung durch Dorothea Schöne und einem kleinen Empfang

    Mit freundlicher Unterstützung des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
    In Kooperation mit dem Centrum Judaicum, Berlin.

Abb.: Jussuf Abbo, Maske vom Nordmeer, um 1922. Nachlass Jussuf Abbo, Brighton/England. Foto: Mark Heathcote.