01.11.2026
14:00 – 15:00
Kreativer Ausstellungsrundgang mit Kunstvermittler:in auf Deutsch | Sonntagsprogramm
Anlässlich der Ausstellung:
Eva Frankfurther – Das Leben malen
Über die Rundgänge
Wie blickt Eva Frankfurther auf Menschen, und was erzählen ihre Bilder?
Eva Frankfurther malte und zeichnete Menschen im Londoner East End, die im Alltag oft übersehen wurden: Arbeiter:innen, Einwanderer:innen und Nachbar:innen. Mit genauem Blick und einem eigenen Gespür für Farbe, Gesten und Gesichter verleiht sie ihnen Präsenz und Würde. Ihre Porträts werfen Fragen auf: Wer wird gesehen, wer nicht? Und wie schreiben sich Erfahrungen von Arbeit, Migration und Zugehörigkeit in ein Porträt ein?
Während des inklusiven und kreativen Rundgangs laden die Kunstvermittler:innen dazu ein, unsere Eindrücke von Frankfurters Werken in eigenen gestalterischen Spuren festzuhalten und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen. Zugleich geben sie uns vertiefende Einblicke in die Biografie der Künstlerin und den historischen Kontext, in dem die Werke entstanden sind, und regen damit zur kritischen Auseinandersetzung mit ihrem Schaffen an. Außerdem fragen wir, was Frankfurters Kunst heute bedeuten kann: Wie blicken wir auf Migration, Zugehörigkeit, Arbeit und Armut, und was können ihre Porträts zu diesen Debatten beitragen?
Mit der Kunstvermittlerin Marian Fuchs
Kosten und Tickets
Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie zahlen nur den Eintritt ins Kunsthaus Dahlem: siehe Preise
Eintrittstickets sind vor Ort erhältlich.
Zusatztermine
Rundgänge auf Deutsch:
- Sonntag, 6. Dezember, 14 Uhr, mit Marian Fuchs
- Sonntag, 20. Dezember, 14 Uhr, mit Karen Michelsen Castañón
- Sonntag, 10. Januar 2027, 14 Uhr, mit Karen Michelsen Castañón
- Sonntag, 7. Februar 2027, 14 Uhr, mit Marian Fuchs
Rundgänge auf Englisch:
- Sonntag, 1. November, 15:30 Uhr, mit Hagar Ophir
- Sonntag, 6. Dezember, 15:30 Uhr, mit Karen Michelsen Castañón
- Sonntag, 20. Dezember, 15:30 Uhr, mit Karen Michelsen Castañón
- Sonntag, 10. Januar 2027, 15:30 Uhr, mit Karen Michelsen Castañón
- Sonntag, 7. Februar 2027, 15:30 Uhr, mit Hagar Ophir
Kunstvermittler:innen
► Anna Meerwein studierte an der UdK Berlin im Bereich Freie Grafik und plastisches Gestalten. Als Kostümbildnerin arbeitete sie an Theatern in Hamburg, Berlin und New York. Sie ist als Kunstvermittlerin an verschiedenen Museen in Berlin tätig. Dort entwickelt sie künstlerische Workshops und Vermittlungskonzepte, u. a. auch im Bereich der Inklusion. Im Kontext zu den jeweiligen aktuellen Ausstellungen versucht sie, einem breiten Publikum einen künstlerischen Zugang zu den jeweiligen Werken zu verschaffen.
► Marian Fuchs schloss ihr Studium in Freier Kunst an der École supérieure des Beaux-Arts de Nîmes (Hochschule für Bildende Künste Nîmes) in Frankreich mit dem DNSEP und mit Auszeichnung der Jury ab. Zusätzlich erwarb sie die Zertifizierung als Projektmanagerin in der kulturellen Bildung sowie als Multimedia-Designerin. Heute ist sie interdisziplinäre Künstlerin, Multimedia-Designerin und freie Kunstvermittlerin. In letzterer Rolle ist es ihr Bestreben, den Zugang zu dem Abenteuer Kunst einem möglichst breiten und inklusiven Publikum zu ermöglichen.
► Karen Michelsen Castañón ist bildende Künstlerin, Filmemacherin und Kunstvermittlerin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Art und Weise, wie (koloniale) Geschichten erzählt werden und umfassen Kurzfilme und Textilien. Dabei befragt sie, wie sowohl hegemonische als auch unsichtbar gemachte Geschichten in unserem Alltag re-inszeniert werden und wie dies mit aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen in Verbindung steht. Inwiefern aktiviert kritisches historisches Wissen unser (künstlerisches) Handeln in der Gegenwart? Sie ist außerdem Mitbegründerin von mitkollektiv, einem intersektionalen Kollektiv für kulturelle Bildung, und des Kunst-Bildungs-Projekts Reimagine Jetzt!
► Hagar Ophir ist eine multidisziplinäre Künstlerin, ausgebildet als Historikerin, Bühnenbildnerin und Tänzerin. Ihre Praxis untersucht das Potenzial, durch Kunst- und Bildungsprojekte Wissen zu schaffen, mit besonderem Fokus auf Geschichte als Raum, um alternative mögliche Gegenwarten neu zu denken und zu verwirklichen. Sie leitet Workshops an verschiedenen Institutionen in Berlin und ist zudem Mitbegründerin von mitkollektiv, einem intersektionalen Kollektiv für kulturelle Bildung, sowie des Kunstbildungsprojekts Reimagine Jetzt!