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    02.06.2026

    14:00 – 17:00

    »LAYERED HISTORIES« IN AUSSTELLUNGEN – Fachworkshop auf Englisch

    Beitragsbild: Ausstellungsaufbau von »Ästhetik als politische Strategie«, März 2026. Foto & Design: Yevheniia Havrylenko. © Kunsthaus Dahlem 2026.

    Workshop für Volontär:innen, Masterstudierende der Kunstgeschichte und alle Interessierten zu Fragen des kuratorischen Umgangs mit »layered histories«.

    Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

    Anmeldung bis 29. Mai 2026

    Über den Workshop

    Ausgehend von der aktuellen Ausstellung Ästhetik als politische Strategie – Werke aus dem Nationalmuseum für Moderne Kunst Zagreb 1945–1960 im Kunsthaus Dahlem beschäftigt sich der Workshop mit der Frage, wie Ausstellungen historische Narrative durch Kontextualisierung und institutionelle Rahmung mitgestalten können.

    Die Ausstellung widmet sich dem sozialistischen Jugoslawien nach 1945, einer Zeit, in der künstlerische Produktion stark von politischen und ideologischen Veränderungen geprägt war. Nach dem Bruch mit dem Stalinismus 1948 öffnete sich Jugoslawien schrittweise westlichen Modernismen, wodurch ein komplexer Übergang vom Sozialistischen Realismus zur Abstraktion entstand. Der Workshop versteht diese ästhetischen Entwicklungen nicht als linearen Fortschritt oder Ausdruck »neutraler« Moderne, sondern als historisch und politisch eingebettete Prozesse.

    Anhand des Begriffs der »layered histories« untersucht der Workshop, wie sich unterschiedliche historische Perspektiven, politische Narrative, institutionelle Strukturen und persönliche Erinnerungen in Ausstellungen überlagern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Rolle von kuratorischen Entscheidungen und darauf, was bedeutet eine Ausstellung im Kunsthaus Dahlem als Ort mit vielschichtigen historischen Einschreibungen zu präsentieren.

    Durch Diskussionen, Close Readings ausgewählter Werke und partizipative Übungen, unter anderem inspiriert von Lia Perjovschi und Marianne Hirsch, reflektieren die Teilnehmenden, wie Ausstellungen kollektive Erinnerung und Narrative (re-)produzieren. Der Workshop lädt dazu ein, kuratorische Praxis nicht als neutrale Präsentation, sondern als aktive (Re-)konstruktion von Geschichte und Bedeutung zu verstehen.

    Mit Philine Pahnke (Kuratorin, Kunsthaus Dahlem), Lovre Mrduljaš (wissenschaftlicher Mitarbeiter), Gloria Freiler (wissenschaftliche Volontärin, Kunsthaus Dahlem) und Yevheniia Havrylenko (Kuratorin, Kunsthaus Dahlem)

    Facilitator:innen

    ► Philine Pahnke ist Kuratorin für Kunst der 1950er Jahre am Kunsthaus Dahlem. Sie studierte Museologie und materielle Kultur, Geschichte sowie Public History in Würzburg und Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Kunst der Nachkriegsmoderne, dem komplexen System von Kunst und Kultur während der NS-Zeit sowie dessen Kontinuitäten.

    ► Lovre Mrduljaš ist ein kroatischer Kunsthistoriker. Er studierte in Groningen (Niederlande) Kunstgeschichte und ist aktuell Masterstudent in Utrecht mit einem Schwerpunkt auf kunsthistorischer Forschung. 2025 war er als Projektassistent am Nationalmuseum für Moderne Kunst Zagreb tätig.

    ► Gloria Freiler ist wissenschaftliche Volontärin am Kunsthaus Dahlem. Sie studierte Kunstwissenschaften sowie Sprache, Literatur und Kultur in München und Berlin. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit marginalisierten Gruppen und Fragen der Repräsentation in der Kunstgeschichte und der musealen Praxis.

    ► Yevheniia Havrylenko ist Kuratorin und Kommunikationsspezialistin am Kunsthaus Dahlem. Sie studierte Geschichte und Archivwissenschaft in Dnipro (Ukraine). Ihre Arbeit ist durch performative Ansätze zu Ausstellungen als Infrastrukturen für Handlung und zu Ausstellungsräumen als aktiven Umgebungen für die kontinuierliche Produktion von Wissen geprägt.

    Ort

    Ostflügel

    Kosten | Anmeldung

    Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Die Anmeldung ist bis zum 29. Mai 2026 per E-Mail an wv@kunsthaus-dahlem.de möglich.