06.12.2026
12:00 – 15:00
GESICHT ZEIGEN – HOW TO REMEMBER PEOPLE – Inklusiver Workshop zur Porträtgestaltung | Sonntagsprogramm
Inklusiver Workshop für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene sowie Familien – mit und ohne Beeinträchtigung – zum Gestalten eigener Erinnerungsbilder von Menschen, die uns wichtig sind. Dabei zeichnen und collagieren wir und fügen einzelne Worte oder kurze Sätze hinzu.
Das Angebot richtet sich an deutsch- und englischsprachige Besucher:innen.
Über den Workshop
Die Künstlerin Eva Frankfurther (1930–1959), deren Werke derzeit im Kunsthaus Dahlem zu sehen sind, hat Menschen gemalt, die oft übersehen wurden: Arbeiter:innen, Einwander:innen, Nachbar:innen im Londoner East End. Sie hat genau hingeschaut und ihnen ein Gesicht gegeben.
Wen möchten Sie nicht vergessen? Wie möchten Sie sich an diese Person erinnern?
Zuerst lernen wir die Porträts von Eva Frankfurther in der Ausstellung Eva Frankfurther – Das Leben malen mit verschiedenen Sinnen und inklusiven Materialien kennen. Danach gestalten wir eigene Bilder von Menschen, die uns wichtig sind. Das kann die Oma sein, die Nachbarin, jemand, den wir nur flüchtig kennen, oder jemand aus einer ganz anderen Zeit. Wir zeichnen, kleben und schreiben. Auch Sprechblasen sind möglich. So entsteht nach und nach ein gemeinsames Erinnerungsarchiv, das während der Ausstellung im Kunsthaus Dahlem zugänglich gemacht wird.
Für diesen Workshop benötigen Sie keine Vorkenntnisse.
Mit Hagar Ophir und Anna Meerwein (Kunstvermittlerinnen, Künstlerinnen)
Kosten und Tickets | Anmeldung
Um Anmeldung wird gebeten, HIER möglich.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie zahlen nur den Eintritt ins Kunsthaus Dahlem: siehe Preise
Eintrittstickets sind vor Ort erhältlich.
Zusatztermine
• Sonntag, 10. Januar 2027, 12–15 Uhr, mit Marian Fuchs (Kunstvermittlerin, Künstlerin) und Rosa Witt (studentische Workshopbegleiterin)
• Sonntag, 7. Feburar 2027, 12–15 Uhr, mit Anna Meerwein und Hagar Ophir
Kunstvermittler:innen
► Marian Fuchs schloss ihr Studium in Freier Kunst an der École supérieure des Beaux-Arts de Nîmes (Hochschule für Bildende Künste Nîmes) in Frankreich mit dem DNSEP und mit Auszeichnung der Jury ab. Zusätzlich erwarb sie die Zertifizierung als Projektmanagerin in der kulturellen Bildung sowie als Multimedia-Designerin. Heute ist sie interdisziplinäre Künstlerin, Multimedia-Designerin und freie Kunstvermittlerin. In letzterer Rolle ist es ihr Bestreben, den Zugang zu dem Abenteuer Kunst einem möglichst breiten und inklusiven Publikum zu ermöglichen.
► Anna Meerwein studierte an der UdK Berlin im Bereich Freie Grafik und plastisches Gestalten. Als Kostümbildnerin arbeitete sie an Theatern in Hamburg, Berlin und New York. Sie ist als Kunstvermittlerin an verschiedenen Museen in Berlin tätig. Dort entwickelt sie künstlerische Workshops und Vermittlungskonzepte, u. a. auch im Bereich der Inklusion. Im Kontext zu den jeweiligen aktuellen Ausstellungen versucht sie, einem breiten Publikum einen künstlerischen Zugang zu den jeweiligen Werken zu verschaffen.
► Karen Michelsen Castañón ist bildende Künstlerin, Filmemacherin und Kunstvermittlerin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Art und Weise, wie (koloniale) Geschichten erzählt werden und umfassen Kurzfilme und Textilien. Dabei befragt sie, wie sowohl hegemonische als auch unsichtbar gemachte Geschichten in unserem Alltag re-inszeniert werden und wie dies mit aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen in Verbindung steht. Inwiefern aktiviert kritisches historisches Wissen unser (künstlerisches) Handeln in der Gegenwart? Sie ist außerdem Mitbegründerin von mitkollektiv, einem intersektionalen Kollektiv für kulturelle Bildung, und des Kunst-Bildungs-Projekts Reimagine Jetzt!
► Hagar Ophir ist eine multidisziplinäre Künstlerin, ausgebildet als Historikerin, Bühnenbildnerin und Tänzerin. Ihre Praxis untersucht das Potenzial, durch Kunst- und Bildungsprojekte Wissen zu schaffen, mit besonderem Fokus auf Geschichte als Raum, um alternative mögliche Gegenwarten neu zu denken und zu verwirklichen. Sie leitet Workshops an verschiedenen Institutionen in Berlin und ist zudem Mitbegründerin von mitkollektiv, einem intersektionalen Kollektiv für kulturelle Bildung, sowie des Kunstbildungsprojekts Reimagine Jetzt!