Ausstellung

  • Marta Dyachenko – »floating terrain«
  • 3. April bis 2. Mai 2022
  • Marta Dyachenko (*1990 in Kiew, Ukraine) studierte Architektur und Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin bei Manfred Pernice. In ihren Installationen arbeitet sie häufig mit modellhaften Skulpturen in der Landschaft. Dabei spielt die Beschäftigung mit dem Verhältnis vonNatur und Mensch und dem gesellschaftlich konstruierten Blick auf Landschaft eine übergeordnete Rolle in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung.

    Gemeinsam mit Julius von Bismarck setzte sie 2021 diese Anliegen im Rahmen des Emscherkunstweges um, als den Fragen nachgegangen wurde: Wie wäre es denn, wenn für jedes Haus, das irgendwo abgerissen wird, an anderer Stelle ein kleiner Statthalter der gleichen Gestalt aufgestellt werden müsste? Hätten wir dann bald stetig wachsende Areale, die gleich unseren Friedhöfen zu Orten des Erinnerns werden? 23 kleine Häuser, Kirchen, Wohntürme, Schwimmbäder und Schulen baute von Bismarck in Zusammenarbeit mit Marta Dyachenko auf einer Brache am Landschaftspark Duisburg-Nord im Maßstab 1:25 auf als Stellvertreter eines Originals, das irgendwann zwischen dem Jahr 2000 und heute abgerissen wurde.

    Auch ihre Ausstellung »floating terrain« ist eine solche aus Beton
    und Stahl gefertigte, skulpturale Landschaft. Anlass der Präsentation ist die Verleihung des 24. Bernhard-Heiliger-Stipendiums an die Künstlerin im Jahr 2021.
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Marta Dyachenko – »floating terrain«, Ausstellungsansicht Kunsthaus Dahlem, 2022