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    23.10.2026 –
    23.11.2026

    Antonio Peña – Wie Bilder uns lesen

    Beitragsbild: Antonio Peña: Ohne Titel, 2026 (Ausschnitt). © Antonio Peña.

    Die Kabinettausstellung des zeitgenössischen mexikanischen Künstlers Antonio Peña steht im Dialog mit der Ausstellung Eva Frankfurther – Das Leben malen.

    Ausgehend von seiner eigenen afro-indigenen Herkunft beschäftigt sich Peña mit der Sichtbarkeit Schwarzer und indigener Menschen in Mexiko. In seinen Zeichnungen untersucht er, wie Bilder Vorstellungen von Zugehörigkeit und Identität prägen. Dafür greift er auf Bildmotive zurück, die aus rassistischen Darstellungen bekannt sind, überzeichnet und verfremdet sie. Humor und Ironie werden dabei zu Mitteln, um die Widersprüche und die Konstruktion solcher Zuschreibungen sichtbar zu machen. Peña verweist damit auf die Geschichte rassistischer Bildwelten und ihre fortdauernde Wirkung. Seine Arbeiten fragen danach, wie Menschen durch Bilder kategorisiert und auf bestimmte Merkmale reduziert werden. Zugleich machen sie sichtbar, dass solche Vorstellungen nicht selbstverständlich sind, sondern durch historische und gesellschaftliche Bildtraditionen geprägt werden.

    Die Präsentation erweitert Eva Frankfurther – Das Leben malen um eine zeitgenössische Perspektive. Während Frankfurther Menschen jenseits gesellschaftlicher Zuschreibungen in ihrer Individualität in den Blick nimmt, untersucht Peña die Bildwelten, durch die solche Zuschreibungen entstehen und weitergegeben werden.

    Antonio Peña

    Antonio Peña ist ein afro-indigener Künstler, Kurator und Kulturmanager aus Oaxaca, Mexiko. Seine künstlerische Praxis umfasst Zeichnung, Installation und textile Techniken. Darüber hinaus ist er im Museums- und Ausstellungsbereich tätig und arbeitet als Leiter der Ausstellungsgestaltung am Museo de Arte Contemporáneo y de las Culturas Oaxaqueñas (MACCO) in Oaxaca. Seine Arbeit beschäftigt sich mit den historischen Ursprüngen von Gewalt und deren kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen.