04.07.2026 –
04.10.2026
MELANIE ENDER – Einzelausstellung im Ostflügel
Eröffnung: 4. Juli 2026
Einlass ab 11 Uhr, Begrüßung um 15 Uhr
Über die Ausstellung
Die aus Österreich stammende Künstlerin Melanie Ender, deren skulpturale Praxis prozessorientiert ist und auf Arbeitsroutinen sowie einer intensiven Auseinandersetzung mit Material basiert, wurde eingeladen, das ehemalige Atelier des Bildhauers Arno Breker – heute das Kunsthaus Dahlem – als Ort künstlerischer Produktion und historischer Überlagerungen zu erforschen. In Auseinandersetzung mit den architektonischen und historischen Gegebenheiten entwickelt sie neue Arbeiten, die ihr Interesse an Materialien als Träger von Geschichte fortführen und deren Einbindung in zeitgenössische Narrative untersuchen.
Kuratorin: Yevheniia Havrylenko (Kunsthaus Dahlem)
Historische Ebenen des Ortes
Das zwischen 1939 und 1942 errichtete Gebäude des Kunsthaus Dahlem wurde ursprünglich als Atelier für den Bildhauer Arno Breker konzipiert und war als Ort für die Entstehung von Werken gedacht, die im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie stehen sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus von zahlreichen deutschen und internationalen Künstlern als Gastatelier genutzt. Wichtig ist die langjährige Arbeit des Bildhauers Bernhard Heiliger im Ostflügel von 1949 bis 1995.
Mehr zur Geschichte des Gebäudes finden Sie hier sowie in den folgenden Abschnitten.
Melanie Ender – Biografie
Melanie Ender ist bildende Künstlerin. Sie studierte von 2006 bis 2013 an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien. In den letzten Jahren lebte und arbeitete sie im Zuge von Residenzprogrammen u. a. in Istanbul, Turin, Rom und Mexico City.
Ihre künstlerischen Arbeiten entstehen in einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Material, das sie als belebtes Gegenüber im Arbeitsprozess begreift. In oft minimalistischen Gesten bringt sie die inhärenten Ästhetiken und Eigenschaften verschiedener Materialien sowie deren Transformationspotenzial in Form von Skulptur, Text und Installation zum Vorschein.
In den Jahren 2022 und 2023 erhielt sie das Staatsstipendium für Bildende Kunst sowie den Förderungspreis der Stadt Wien. Ihre Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Seit 2009 werden ihre Arbeiten im In- und Ausland von Galerien, auf Kunstmessen und in Museen wie dem Belvedere 21, der Neuen Galerie Graz – Museum Joanneum, dem Wien Museum MUSA, im Rahmen des internationalen Galerienfestivals curated by sowie in zahlreichen unabhängigen Ausstellungsräumen gezeigt.